Stand: 1. Juli 2026
Im Schach ist gerade viel Bewegung auf dem Brett. International sorgen junge Spielerinnen für Ausrufezeichen, in Deutschland wird das Mädchen- und Frauenschach gezielt gefördert, NRW zeigt Breite und Stärke, und auch für Südwestfalen sowie Lüdenscheid ergeben sich daraus klare Impulse: mehr Mädchen ans Brett, mehr Sichtbarkeit, mehr Zutrauen.
International: Junge Spielerinnen mischen die Spitze auf
Ein starkes Signal kam aus dem internationalen Frauenschach: Vaishali Rameshbabu gewann das FIDE Women’s Candidates Tournament 2026 und wird Weltmeisterin Ju Wenjun im nächsten WM-Kampf herausfordern. Damit steht das Frauenschach erneut im Rampenlicht der Weltspitze.
Noch spektakulärer wirkte der Erfolg von Anastasiia Hnatyshyn. Die erst 15-jährige Ukrainerin gewann die Europameisterschaft der Frauen 2026 in Batumi. Sie holte 9 Punkte aus 11 Runden, gewann den Titel als Außenseiterin und qualifizierte sich zugleich für den nächsten FIDE Women’s World Cup.
Deutschland: Förderung wird konkreter
In Deutschland arbeiten Deutscher Schachbund und Deutsche Schachjugend daran, mehr Mädchen und Frauen für Schach zu gewinnen und langfristig im Schachsport zu halten. Dabei geht es nicht nur um einzelne Turniere, sondern um Strukturen: Wie bleiben Mädchen im Schach? Wie schaffen Vereine eine Atmosphäre, in der sie gerne weiterspielen?
NRW: Breite, Leistung und Mädchenschach
Nordrhein-Westfalen zeigt, wie groß das Schachfundament im Land ist. Besonders Schulschach ist ein wichtiger Einstieg, weil viele Mädchen dort erstmals unkompliziert ans Brett kommen. Aus einem Schulturnier kann schnell regelmäßiges Vereinstraining werden.
Südwestfalen und Sauerland: Viel Potenzial vor der eigenen Tür
Auch in Südwestfalen und im Sauerland gibt es viel Nachwuchs. Gerade deshalb lohnt es sich, Mädchen gezielt anzusprechen, sichtbar zu machen und ihnen eigene Einstiegsmöglichkeiten zu bieten. Mädchenschach muss nicht irgendwo fern am Horizont beginnen. Es kann freitags am Vereinsabend anfangen.
Lüdenscheid: Einladung ans Brett
Für Lüdenscheid heißt das: Mädchen und Frauen sind längst Teil der Schachwelt. International gewinnen junge Spielerinnen große Titel, national entstehen neue Förderstrukturen, NRW liefert starke Ergebnisse, und auch im Sauerland gibt es Nachwuchs, aus dem etwas wachsen kann.
Unser Wunsch ist klar: Wir möchten Mädchen und Frauen nicht nur am Rand begrüßen, sondern mitten im Turniersaal sehen. Am Brett zählt kein Lautstärkepegel, kein Imponiergehabe und kein Vereinsalter. Am Brett zählt der nächste gute Zug.
Komm zum Brett. Gerade dann, wenn Du bisher dachtest, Schach sei nichts für Dich.


